FAQ – Häufige Fragen zum Waldseilgarten Laubfrosch & komm raus GmbH

Antworten für Lehrkräfte, Gruppenleitungen, Unternehmen, Eltern und Interessierte.

ALLGEMEINES & KONZEPT

Was ist der Waldseilgarten Laubfrosch – Kletterpark oder Bildungseinrichtung?

Der Waldseilgarten Laubfrosch ist ein erlebnispädagogisch geführter Hochseilgarten in Büdingen (Main Kinzig Kreis).

Wir verstehen uns nicht als reiner „Funpark", sondern als pädagogische Bildungseinrichtung mit:

  • Kooperations- und Problemlöseaufgaben am Boden
  • Niedrigseilelementen
  • Hochseilelementen mit Toprope- und Team Sicherung
  • strukturierter Reflexion zur Übertragung in Alltag, Schule, Beruf und Einsatz

Programme werden didaktisch geplant und von geschulten Trainer begleitet.

Was unterscheidet Sie von einem Kletterwald mit Selbstsicherung?

Es gibt grob drei Anlagentypen:

  • Toprope-gesicherte Hochseilgärten (wie der Laubfrosch) – Teilnehmende werden von anderen Teilnehmenden oder Trainer gesichert, mit redundanter Sicherung und klar geregelten Rollen.
  • Kletterwälder / Adventureparks mit Selbstsicherung – Teilnehmende hängen sich selbst in ein Sicherungssystem ein (z.B. Klettersteigset oder kontinuierliche Sicherung) und begehen die Anlage weitgehend eigenständig.
  • Niedrigseilgärten – Elemente bis ca. 1,80 m Fußhöhe, Sicherung meist durch Hilfestellung („Spotting"), keine Seilsicherung erforderlich.

Wir arbeiten bewusst mit Fremd- und Teamsicherung (Toprope), weil:

  • gegenseitige Verantwortung zum pädagogischen Kern gehört,
  • Teamkommunikation und Vertrauen erlebbar werden,
  • Trainer den Prozess eng begleiten können.
Für welche Zielgruppen sind Ihre Angebote gedacht?

Wir arbeiten u.a. mit:

  • Schulklassen, Kitas, Jugendgruppen & Vereinen
  • Unternehmen & Organisationen (Teamentwicklung, Führungstrainings, Recruiting-Assessment, Firmenevents)
  • Einsatzkräften (Feuerwehr, Rettungsdienste, Polizei etc.)
  • Bildungseinrichtungen (Grünes Klassenzimmer, Schulgarten, Lehrerfortbildungen, RP KIDS)
  • Familien & Privatpersonen (Erlebnisse & Kurse wie Klettern, Kanu, Wildkräuter, Waldbaden, 1:1 Begleitung)
  • Spezifischen Gruppen: z.B. Programme mit ADHS Fokus, Hochbegabtenförderung, Sprachreisen („The Journey"), Bildungsreisen.

Viele Formate werden individuell geplant; nicht alle sind jederzeit parallel verfügbar.

Wie finde ich mich in der Vielfalt der Fachbegriffe zurecht?

Unter „Glossar" auf unserer Website erklären wir alle relevanten Begriffe (z.B. Hochseilgarten vs. Kletterwald, Selbstsicherung, Toprope, Beaufsichtigungsstufen).

Wenn danach noch Fragen offen bleiben, melden Sie sich gerne direkt bei uns.

BUCHUNG, VORBEREITUNG & ORGANISATION

Wie läuft eine Buchung ab?
  1. Sie stellen eine Anfrage (Anfrageformular, E Mail oder Telefon).
  2. Sie erhalten einen Fragebogen zu Terminwunsch, Zielgruppe, Zielen und Besonderheiten Ihrer Gruppe.
  3. Wir erstellen ein individuelles Programm mit Angebot.
  4. Wenn Sie zustimmen, senden Sie uns die Buchungsvereinbarung unterschrieben zurück – damit ist die Buchung verbindlich.
  5. Nach der Veranstaltung erfolgt die Abrechnung per Rechnung (Details siehe AGB).
Was kostet ein Besuch im Waldseilgarten Laubfrosch?
  • Unsere Programme werden individuell kalkuliert (Ziele, Dauer, Gruppengröße, Inhalte).
  • Häufig gebuchte Halbtagesangebote für Schulgruppen und Vereine bewegen sich in einem Richtbereich, den wir Ihnen gerne im Angebot nennen.
  • Spezialformate (z.B. Assessment-Center, mehrtägige Camps, Sprach und Bildungsreisen, Hochbegabtenförderung) haben eigene Preismodelle.

Eine seriöse Preisaussage ist erst nach Klärung Ihres Anliegens möglich.

→ Anfrage stellen, wir nennen Ihnen dann einen transparenten Rahmen.

Welche Unterlagen und Formulare benötige ich als Lehrkraft oder Gruppenleitung?

Unter „Infos & Vordrucke" stellen wir u.a. bereit:

  • Elternanschreiben / Einverständniserklärungen für Schulgruppen
  • Informationsschreiben für Gruppen mit minderjährigen Teilnehmenden
  • Informationsblatt für Teilnehmende (Programm, Bekleidung usw.)
  • unsere AGB und Hinweise zur Aufsichtspflicht

Wichtig:

Die verantwortliche Lehrkraft / Gruppenleitung ist Vertragspartner:in und verpflichtet, Einverständnisse und relevante Gesundheitsinformationen (Medikamente, Allergien, Einschränkungen) einzuholen.

Gibt es eine Checkliste für die Vorbereitung?

Ja. Unter „Infos & Vordrucke" finden Sie eine Checkliste (u.a. auf Basis der Materialien der Zentralen Fortbildungsstelle Sport in Hessen) zu:

  • Vorbereitung und Planung,
  • Aufsichtspflicht,
  • Kleidung & Ausrüstung,
  • Notfallinformationen.
Wie komme ich zum Waldseilgarten?
  • Adresse des Waldseilgartens:
    Waldseilgarten Laubfrosch
    Richard-Schirrmann-Weg 2
    63654 Büdingen (direkt gegenüber der Jugendherberge)
  • PKW/Bus:
    – A45 Abfahrt Altenstadt/Büdingen oder A66 Abfahrt Gründau-Lieblos/Büdingen,
    – in Büdingen der Beschilderung „Altstadt / Jugendherberge / Waldseilgarten" folgen.
  • Navigation:
    – Ziel: „Vogelsbergstraße 90, 63654 Büdingen" (Mercedeshändler),
    – gegenüber führt eine einspurige Straße bergauf Richtung Jugendherberge/Waldseilgarten.
  • ÖPNV:
    – Bahnhof Büdingen,
    – dann ca. 35–40 Minuten Fußweg (Beschilderung Altstadt, dann entlang der Stadtmauer/Waldweg zur Jugendherberge).

Details unter „Anfahrt".

Wie läuft die Organisation mit der Jugendherberge Büdingen?
  • Unterkunft und Verpflegung buchen Sie direkt bei der Jugendherberge Büdingen.
  • Unsere Programme können Sie direkt bei uns anfragen.
  • Mehrtägige Programme (z.B. Klassenfahrten) lassen sich durch die direkte Nachbarschaft von Jugendherberge und Waldseilgarten sehr gut umsetzen.

TEILNAHMEVORAUSSETZUNGEN, ALTERSGRUPPEN & GRUPPENSTÄRKEN

Gibt es Alters-, Körper- oder Gruppengrößenbeschränkungen?

Grundsätzlich:

  • Wir können Programme für Grundschulkinder, Jugendliche und Erwachsene anbieten.
  • Nicht alle Hochseilelemente eignen sich für jede Alters- oder Körpergröße – wir passen das Programm alters- und gruppengerecht an.
  • Kinder unter Grundschulalter nehmen in der Regel eher an Boden- und Niedrigseilelementen oder speziellen Formaten teil.

Zur Gruppengröße:

  • Gesamte Gruppengröße pro Tag: in der Regel bis ca. 100 Personen (inkl. Bodenprogramm).
  • Gleichzeitig im Hochseil aktiv (Klettern + Sichern): bis etwa 80 Personen.
  • Kleinere Gruppen (z.B. 8–15 Personen) ermöglichen intensivere pädagogische Begleitung.

Wir stimmen dies im Einzelfall mit Ihnen ab.

Welche gesundheitlichen Einschränkungen schließen Klettern aus?

Grundsätzlich gelten ähnliche Voraussetzungen wie im regulären Schulsport oder Vereinssport:

  • Belastungen für Schultern, Wirbelsäule, Herz-Kreislauf und Gleichgewicht sollten tragbar sein.
  • Bei bestimmten chronischen Erkrankungen, frischen Operationen, schweren orthopädischen Problemen oder ausgeprägter Höhenangst ist individuelle Rücksprache sinnvoll.

Wichtig:

  • Medizinische Fragen gehören in ärztliche Hände – wir stellen keine Diagnosen und erteilen keine medizinischen Freigaben.
  • Das Kooperationsprogramm am Boden ist häufig auch für Teilnehmende mit körperlichen Einschränkungen geeignet; wir planen das mit Ihnen.
Können Menschen mit Behinderung teilnehmen?

Ja, in vielen Fällen:

  • Im Kooperations- und Bodenprogramm können wir meist sehr gut inklusiv arbeiten.
  • Für das Hochseilprogramm hängt es von Art und Ausmaß der Einschränkung, Hilfsmitteln und notwendiger Betreuung ab.

Wir verfügen über Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit:

  • körperlichen Einschränkungen (inkl. Rollstuhlnutzende),
  • geistigen oder Lernbeeinträchtigungen.

Bitte informieren Sie uns frühzeitig über besondere Anforderungen und Gruppenstruktur, damit wir gemeinsam prüfen können, wie wir sichere und sinnvolle Erfahrungen ermöglichen können.

Was tun, wenn Teilnehmende Höhenangst haben?

Viele Menschen kommen bewusst zu uns, weil sie sagen, sie hätten „Höhenangst" und möchten daran arbeiten. Aus unserer Erfahrung lohnt es sich, hier zu differenzieren:

  • Ein Teil der Menschen hat eine ausgeprägte, therapiebedürftige Angststörung – das ist ärztliches/therapeutisches Terrain.
  • Sehr viele erleben eher einen natürlichen Alarmreflex in ungewohnter Höhe: Der Körper meldet „Achtung, das ist ernst", vor allem, wenn man mit Seilen, Sicherungstechnik und Höhe wenig Erfahrung hat.

Für diesen zweiten Bereich bietet der Waldseilgarten einen gut kontrollierten Übungsraum:

  • Sie sind ab dem ersten Zentimeter über den Boden durch ein Toprope-System und redundante Sicherungstechnik gesichert.
  • Unsere Trainer bereiten Sie am Boden vor, erklären das Sicherungssystem und beantworten Fragen, bis rational klar ist: „Ein Absturz ist hier sehr unwahrscheinlich, ich bin gehalten."

Im Programm arbeiten wir dann mit drei Ebenen:

  1. Körper
    einfache Atem- und Entspannungstechniken, um bei aufsteigender Angst das Nervensystem zu beruhigen
    bewusste Körperwahrnehmung (Stand, Griff, Spannung) statt „Tunnelblick" auf die Höhe
  2. Aufmerksamkeit & Fokus
    Fokusverlagerung weg von „Was alles passieren könnte" hin zu konkreten Schritten („Wo setze ich als Nächstes den Fuß?")
    kleine, überschaubare Zwischenziele statt „Ich muss ganz nach oben"
  3. Einschätzung & Entscheidung
    Sie entscheiden jederzeit selbst, wie weit Sie gehen wollen.
    Sicherungs- und Bodenrollen sind vollwertige Beiträge – niemand muss „Mut beweisen".

Unser Ziel ist nicht, irgendjemanden „über die Grenze zu drücken", sondern:

  • einen sicheren Rahmen zu schaffen,
  • Werkzeuge zu vermitteln, wie man mit der eigenen Angst umgehen kann,
  • und Erfahrungen zu ermöglichen wie: „Ich kann mehr, als ich dachte" oder „Ich kann in der Höhe klarer bleiben, wenn ich mich an bestimmte Schritte halte."

Viele Teilnehmende, die anfänglich sagen „Ich habe Höhenangst und will gar nicht klettern", berichten am Ende des Tages:

  • dass sie sich an ein bis zwei kleine Herausforderungen herangetastet haben,
  • dass sie die Intensität der Angst besser einschätzen und handhaben können,
  • und dass diese Erfahrung ihnen Mut für andere Lebenssituationen gibt.

Wir geben keine Garantie, dass „Höhenangst verschwindet". Aber wir schaffen einen gut begleiteten Lernraum, in dem Sie mit Ihrer Reaktion auf Höhe experimentieren, neue Strategien üben und – wenn Sie möchten – Schritt für Schritt Vertrauen in sich und das Sicherungssystem aufbauen können.

KLEIDUNG, AUSRÜSTUNG & WETTER

Welche Kleidung ist empfehlenswert?

Da wir im Wald und auf einem exponierten Hügel arbeiten, hat sich bewährt:

  • feste, geschlossene Schuhe (Turnschuhe, leichte Outdoor Schuhe)
    – keine Sandalen, Flip Flops oder High Heels
  • wetterangepasste Kleidung (Schichten, Regenjacke, ggf. Mütze/Handschuhe)
  • Hosen mindestens bis zum Knie (sehr kurze Hosen sind für Gurt & Umfeld unpraktisch)
  • lange Haare bitte zu einem Zopf binden (Sicherung, Geräte)
Stellen Sie die Sicherheitsausrüstung? Darf ich eigene PSA verwenden?
  • Wir stellen komplette persönliche Schutzausrüstung (PSA): Gurte, Helme, Sicherungsgeräte, die regelmäßig geprüft werden.
  • Im Waldseilgarten Laubfrosch wird aus Sicherheits- und Haftungsgründen ausschließlich unsere PSA verwendet.
  • Eigene Ausrüstung kann daher in der Regel nicht genutzt werden.
Was passiert bei Regen, Sturm oder Gewitter?
  • Programme finden grundsätzlich auch bei Regen statt; wir und unser Material sind regenfest.
  • Bei Sturm, starkem Gewitter oder vergleichbaren Wetterlagen:
    – unterbrechen wir das Hochseilprogramm gegebenenfalls,
    – verlegen Teile des Programms in die benachbarte Jugendherberge bzw. auf Bodenaktionen,
    – oder brechen aus Sicherheitsgründen ab, falls keine verantwortbare Fortsetzung möglich ist.

Sicherheit hat Vorrang; Details klären wir situativ am Veranstaltungstag.

SICHERHEIT & QUALITÄT

Nach welchen Sicherheitsstandards arbeiten Sie?

Unser Betrieb orientiert sich u.a. an:

  • DIN EN 15567 (Bau & Betrieb von Hochseilgärten)
  • ERCA Standards (European Ropes Course Association)
  • relevanten DGUV Rahmenvorgaben (z.B. GUV SI 8082)
  • regelmäßigen sicherheitstechnischen Prüfungen und dokumentierter Wartung

Der Waldseilgarten Laubfrosch wird seit mehr als 10 Jahren unfallfrei betrieben (nach aktuellem Stand).

Wie wird im Seilgarten gesichert?
  • Wir arbeiten mit Toprope- und Teamsicherung nach aktueller Lehrmeinung (z.B. DAV/ERCA).
  • Teilnehmende werden – je nach Alter und Programm – nach intensiver Einweisung in Sicherungsaufgaben einbezogen (z.B. Sicherungsteam), immer:
    – mit redundanten Sicherungssystemen und
    – unter Aufsicht qualifizierter Trainer

Selbstsicherungssysteme (wie in vielen Kletterwäldern) verwenden wir nicht, da unser Schwerpunkt auf gegenseitiger Verantwortung und Teaminteraktion liegt.

Wer ist für Rettung und Sicherungsfreigabe zuständig?
  • Für Rettungen und technische Sicherheit (z.B. Ablassen aus dem Seil, Endkontrolle von Gurten und Sicherungen) ist ausschließlich unser ausgebildetes Sicherheitspersonal zuständig.
  • Lehrkräfte / Gruppenleitungen können beim Anlegen der Gurte unterstützen; die finale Freigabe erfolgt immer durch unser Team.
  • Im Rahmen unseres pädagogischen Konzepts können Lehrkräfte auch Sicherungsrollen übernehmen, sofern dies von uns vorgesehen und angeleitet ist.

SPEZIELL FÜR LEHRKRÄFTE (RECHTLICHES & QUALIFIKATION)

Welche Qualifikation brauche ich als Lehrkraft, um mit meiner Klasse in den Hochseilgarten zu gehen?

Für Sportarten mit erhöhtem Gefährdungspotenzial (dazu zählt Klettern) wird in der Regel ein Qualifikationsnachweis verlangt, z.B.:

  • Qualifikationskurs „Klettern im Toprope" (ZfS) oder höher
  • Einführungskurs „Klettern in Kletterwäldern und Seilgärten" (ZfS)
  • äquivalente Abschlüsse (ggf. Prüfung durch Schulaufsicht/Schuljurist)

Wir empfehlen dringend, diese Qualifikationen zu nutzen; für schulische Gruppen sind sie oft vorgeschrieben.

Wo kann ich diese Fortbildung besuchen?
  • Als zertifizierter Seilgarten bieten wir auf Wunsch schulinterne, akkreditierte Fortbildungen an. Sprechen Sie uns gerne an.
  • Die Zentrale Fortbildungsstelle für Sportlehrkräfte (ZfS) bietet entsprechende Kurse regelmäßig an.
Wer trägt die Aufsichtspflicht – auch wenn Trainer vor Ort sind?

Auch wenn unser Fachpersonal die Gruppe fachlich anleitet, bleibt die aufsichtsführende Lehrkraft schulrechtlich verantwortlich.

Ihre Aufgaben u.a.:

  • sich im Vorfeld über Anlage, Ablauf und Qualifikation unseres Teams informieren,
  • während der Veranstaltung ausreichend Präsenz zeigen,
  • organisatorische und disziplinarische Aufgaben übernehmen,
  • sicherstellen, dass Jahrgangsstufe und Leistungsstand für die Veranstaltung geeignet sind.
Darf ich ohne Genehmigung der Schulleitung und ohne Einverständnis der Eltern mit Schüler in den Hochseilgarten gehen?

In der Regel nein:

  • Die Schulleitung muss die Veranstaltung zuvor genehmigt haben (z.B. im Rahmen einer Klassenfahrt, eines Wandertags oder Schulaktionstages).
  • Bei Minderjährigen ist das Einverständnis der Erziehungsberechtigten (inkl. relevanter Gesundheitsinformationen) einzuholen.
  • Spontane „Abstecher" ohne diese Absicherungen sind schulrechtlich problematisch.
Dürfen Grundschulklassen in den Waldseilgarten Laubfrosch?

Ja, Programme mit Grundschulkindern sind grundsätzlich möglich, sofern:

  • pädagogische Eignung,
  • passende Aufsichtsschlüssel und
  • grundlegende körperliche Voraussetzungen gegeben sind.

Wir passen Inhalte (insbesondere im Hochseilbereich) an Alter und Entwicklungsstand an.

Darf ich als Lehrkraft selbst klettern?

Ja, sofern:

  • die Aufsicht über die Lerngruppe gewährleistet bleibt,
  • und dies im Ablauf mit uns abgestimmt ist.

Wichtig ist ein Standort / eine Einbindung, von dem aus Sie bei Bedarf eingreifen oder überblicken können.

Kann ich meine eigene PSA (Gurt, Helm etc.) verwenden?

Im Waldseilgarten Laubfrosch wird aus Sicherheits- und Haftungsgründen ausschließlich die von uns bereitgestellte, geprüfte PSA verwendet.

Eigene Ausrüstung kann daher nicht eingesetzt werden.

PÄDAGOGISCHE WIRKUNG, VORBEREITUNG & NACHBEREITUNG

Was lernen Teilnehmende bei einem Besuch im Waldseilgarten?

Je nach Zielsetzung und Programm:

  • Selbstvertrauen & Wagniskompetenz
  • Teamfähigkeit, Kommunikation & Konfliktverhalten
  • Verantwortungsbewusstsein (gegenseitiges Sichern, Gruppenentscheidungen)
  • Resilienz & Stressregulation (z.B. Umgang mit Höhe, Atmung in Belastungssituationen)
  • für Schulklassen: Klassengemeinschaft, Rollenklärung, ggf. BNE Bezüge (bei Natur-/Bodenmodulen)
  • Fokus & Konzentration, Selbstregulation, Umgang mit Angst
  • Growth Mindset - Wachstumshaltung
Wie kann ich meine Gruppe auf den Besuch vorbereiten, ohne Druck aufzubauen?
  • Informieren Sie sachlich über Inhalt und Ablauf.
  • Betonen Sie:
    – Freiwilligkeit bei einzelnen Elementen,
    – dass es nicht um Wettkampf oder „Mutbeweise" geht,
    – dass auch Boden-, Sicherungs- und Beobachtungsrollen wertvolle Beiträge sind.
  • Auf Wunsch empfehlen wir Ihnen vorbereitende Übungen (Kooperation, Kommunikation, Vertrauen).
  • Gerne kommen wir vorab in Ihre Schule und bieten Ihrer Klasse einen unkomplizierten Einstieg in unsere Programme. Wir vermitteln einfache Methoden zur Stressregulation, die Sie mit Ihren Schüler:innen im Klassenraum einüben – und später im Hochseilgarten unter echter Anspannung anwenden. Durch diese Kombination aus Vorbereitung und Praxiseinsatz verankert sich das Gelernte deutlich nachhaltiger.
Wie kann ich das Erlebte nachbereiten?
  • Greifen Sie typische Situationen aus dem Programm wieder auf, z.B.:
    – Umgang mit Angst/Mut,
    – Verantwortung übernehmen,
    – Feedback geben und annehmen,
    – Zusammenarbeit in der Gruppe.
  • Nutzen Sie Reflexionsfragen:
    – „Was hat dir geholfen?",
    – „Was war überraschend?",
    – „Was möchtest du in den Alltag mitnehmen?"
  • Wir unterstützen Sie gerne mit Ideen für Folgeeinheiten und – je nach Rahmen – mit Follow-up-Programmen.
  • Gerne begleiten wir Ihr Erlebnis mit einem Kameramann und bieten eine Videoanalyse an.

Mehrere Studien und Praxiserfahrungen zeigen: Mehrtägige Programme mit Wiederaufgreifen im Alltag führen oft zu nachhaltigeren Veränderungen als Einzeltage. Über unsere Anbindung an die Jugendherberge sind solche Arrangements gut umsetzbar.

BESONDERE PROGRAMME & ANGEBOTE

Bieten Sie spezielle Programme für ADHS, Hochbegabung oder Sprachreisen an?

Ja, u.a.:

  • ADHS-orientierte Natur- & Resilienzprogramme (Bewegung, Atmung, Strukturarbeit)
  • Hochbegabtenförderung („Architektur der Exzellenz" – 6 Säulen Programm zur Potenzialentfaltung)
  • Sprachreise „The Journey" – zweisprachiges Camp (DE/EN) mit Lucky Mushroom, Selbstentwicklung und Naturerlebnis